Sutta Nipāta 4.7

Tissa-Metteyya (Tissametteyya-Sutta)

TISSA-METTEYYA

Verkünde, Herr, das Ungemach für den, der dem Geschlechtlichen ergeben!
Wenn deine Mahnung ich gehört, in Abgeschiedenheit will ich mich üben!

DER ERHABENE

Wer der Geschlechtlichkeit sich hingibt,
die Satzung selber wird er gar vergessen
Und schlechten Lebenswandel führen.
Unedel, wahrlich, ist solch Tun!

Wer früher einsam hat gelebt,
dann der Geschlechtlichkeit sich überläßt,
Gleicht einem durchgegangenen Gefährt!
Als ‚niedriger Mensch der Menge‘, gilt er in der Welt.

Was früher er an Ruhm und Ruf besaß, das eben wird er dann verlieren.
Ist dies erkannt, so strebe man, sich frei zu machen von Geschlechtlichkeit.

Wer eingesponnen ist in seine Wunsch-Gedanken,
der brütet wie ein armer Bettler.
Muß anderer Tadelwort er hören,
verlegen und bedrückt wird er dann sein.

Getadelt durch die Rede anderer,
schafft er sich Schwerter (die ihn selber treffen).
Und wenn er gar in Lügenwort versinkt,
starke Verstrickung wird ihm dieses werden.

Darum als weise kann man den bezeichnen,
wer einsam Leben sich erwählt.
Doch wer sich der Geschlechtlichkeit ergibt,
dem Irren gleich beschmutzt er selber sich.

Dies Elend hierbei, vorher und auch später,
wenn dies der Muni hat erkannt,
Dann führe kraftvoll er ein einsam Leben,
nicht überlasse er sich der Geschlechtlichkeit.

Die Abgeschiedenheit, sie mög' er pflegen; sie ist der Edlen höchstes Gut!
Wer darob besser sich nicht dünkt, ist, wahrlich, dem Nibbāna nah.

Den freien Muni, der nach Lüsten nicht mehr trachtet,
Ihn, der das Flut-Bereich hat überschritten,
Beneiden Menschen, die durch Lust gefesselt.