Sutta Nipāta 5.14

Udaya

UDAYA

Den Sinnenden, der makellos hier sitzt,
Als einer, dessen Werk vollendet, trieb-befreit,
Den Meisterkenner aller Dinge kam ich zu befragen:
O künde mir die Weisheits-Freiung, des Nichtwissens Zertrümmerung an!

DER ERHABENE

Lustwillen und Trübsal, diese beiden lassen,
Trägheit verwinden und der inneren Unrast wehren,

Durch Gleichmuts-Achtsamkeit geläutert sein,
Mit lehrgemäßem Denken als Beginn,
Das ist es, was als Weisheits-Freiung,
Als Nichtwissens Zertrümmerung ich künde.

UDAYA

Wodurch gefesselt ist die Welt? Ihr Treibwerk, sage, was es ist!
Wenn was man läßt, kann vom Nibbāna dann man sprechen?

DER ERHABENE

Durch Daseinslust gefesselt ist die Welt. Ihr Treibwerk das ist der Gedanke.
Wenn man Begehren läßt, kann vom Nibbāna man dann sprechen.

UDAYA

Wie wird zunichte das Bewußtsein für einen, welcher achtsam lebt?
Zu fragen dies, sind wir gekommen und lauschen deinem Wort, Erhabener!

DER ERHABENE

Der nicht am eigenen Gefühle sich ergötzt und nicht am fremden,
Wer achtsam so sein Leben führt, Bewußtsein wird zunichte ihm.