Sutta Nipāta 5.17

Pingiya (Pingiya-Mānava-Pucchā)

PINGIYA

Alt bin ich, kraftlos, meine Anmut ist dahin.
Die Augen sind nicht klar, das Hören ist nicht leicht.
O daß ich nicht, im Wahne noch, inzwischen sterbe!
Verkünde das Gesetz, auf daß ich es verstehe,
Geburt und Alter hier noch überwinde!

DER ERHABENE

Schau' an sie, die durch Leiblichkeit geschlagen,—
Bedrückt durch Leiblichkeit sind schlaffe Menschen!
Darum, o Pingiya, sei du unermüdlich!
Zur Nicht-mehr-Wiederkehr gib auf die Leiblichkeit!

PINGIYA

In Himmelsrichtung vierfach, vier dazwischen,
Auch oben, unten,—diese zehn
Nicht gibt's da Ungesehenes, Ungehörtes, Ungefühltes
Und Unerkanntes für dich in der Welt!
Verkünde das Gesetz, auf daß ich es verstehe,
Geburt und Alter hier noch überwinde!

DER ERHABENE

Die Menschen sieh' in des Begehrens Haft,
In Qualen brennend, Alter-überwältigt!
Darum, o Pingiya, sei du unermüdlich!
Zur Nicht-mehr-Wiederkehr gib auf Begier!

So sprach der Erhabene, als er in Māgadha weilte, bei der Felsen-Dagoba. Von den sechzehn Priesterjüngern samt ihrer Schar gebeten und befragt, gab er Antwort auf alle ihre Fragen. Hat da nun einer bei diesen einzelnen Fragen ihren Sinn und Wortlaut verstanden, und er wandelt der Lehre gemäß, dann wird er gewißlich zum ‚Anderen Ufer‘ (pāram) von Alter und Tode gehen. Weil diese Lehren zum ‚Anderen Ufer‘ führen, deshalb eben hat diese Lehrdarlegung die Bezeichnung erhalten: ‚Der Weg zum Anderen Ufer‘ (Parāyana).