Sutta Nipāta 5.2

Ājita (Ājita-Mānava-Pucchā)

AJITA

Wodurch verhüllt ist diese Welt?
Wodurch denn ist sie ohne Licht?
Was ist's, o künde, das sie unrein macht?
Was ist in ihr die große Furcht?

DER ERHABENE

Unwissen ist es, das die Welt verhüllt.
Durch Habsucht und durch Lässigkeit,—
Durch diese ist sie ohne Licht.
Gelüsten macht sie unrein, sag' ich;
Das Leid ist ihre große Furcht.

AJITA

Die Ströme fließen überall,—
Was ist es, das die Ströme hemmt?
Verkünd' uns der Strömungen Abwehr,
Wodurch man die Strömungen dämmt!

DER ERHABENE

Die Ströme (des Begehrens) in der Welt
Durch Achtsamkeit sind sie gehemmt.
Der Strömungen Abwehr künd' ich:
Die Weisheit ist es, die sie dämmt.

AJITA

Weisheit und Achtsamkeit und (ihre Stütze), Geist und Körper,
Wo dieses schwindet, künd' es, Herr, auf meine Frage!

DER ERHABENE

Auf diese Frage, die du stelltes,
Will ich dir's sagen, Ājita,
Wo Geist und Körper restlos schwindet:
Durch des Bewußtseins Schwinden ist's,
Daß diese beiden gleichfalls schwinden!

AJITA

Die (heilige) Ergründer sind der Dinge und auch die vielen ‚Kämpfer‘ hier,
Nach ihrem Wandel frage ich den Weisen.
Ihn magst du, o Verehrter, mir verkünden!

DER ERHABENE

Nach Sinnen-Lüsten möge er nicht gieren,
Den Geist halt' er von Trübung frei,
Und kundig meisternd alle Dinge
geh' achtsam seines Wegs der Mönch!