Sutta Nipāta 5.6

Dhotaka

DHOTAKA

Ich frage dich, o künd' es mir, Erhabener!
Dein Wort, o Großer, ich ersehne es!
Hat deine Botschaft man vernommen,
Kann man sich schulen wohl zum eigenen Nibbāna hin?

DER ERHABENE

Wohlan denn: Setze Eifer ein!
Hier eben kann, wer achtsam, weise,
Hat meine Botschaft er vernommen,
Zum eigenen Nibbāna hin sich schulen!

DHOTAKA

Ich sehe in der Götter-, Menschen-Welt
Entledigt einen wahren Priester wandeln!
Ja, dich, All-Sehender, will ich verehren!
Befreie mich, o Sakka, von den Zweifeln!

DER ERHABENE

Nicht vermag ich zur Befreiung führen
Einen, der noch zweifelt in der Welt, o Dhotaka.
Doch hast die edelste der Lehren du verstanden,
So magst du kreuzen dieses Flutbereich!

DHOTAKA

Aus Mitleid, Heiliger, gib mir die Unterweisung
In deiner Lehre von der Abgeschiedenheit,
Damit ich völlig es begreifen mag,
Wie, unverstört gleichwie der Himmelsraum,
Ich hier schon friedvoll, unabhängig lebe!

DER ERHABENE

Den Frieden will ich dir verkünden,
Der hier schon sichtbar, frei von Überlieferungsglauben;
In dem, ward er erkannt, besonnen lebend,
Man überwinden mag das Haften an der Welt.

DHOTAKA

So freu' ich mich, o Großer, dieses höchsten Friedens,
In dem, ward er erkannt, besonnen lebend,
Man überwinden mag das Haften an der Welt.

DER ERHABENE

Was immer du auch wahrnimmst,
Sei es oben, unten, quer inmitten,
Erkennst du es als Bindung an die Welt,
Nach immer neuem Dasein wirst du nicht begehren!