Theragāthā

Die Lieder der Mönche

Zehner-Bruchstück

10.4. Culapanthako (Kleinwegler)

Ganz langsam warm ein Gehen nur,
verachtet war ich nur bisher,—
der Bruder beugte sich zu mir:
„Geh Du jetzt in das Haus hinein!“

Ich war wie abgeknickt in mir,
als ich beim Lagerraum des Sanghaparks
trübsinnig dort alleine stand,
mich einzig sehnend nach der Weisung.

Da der Erhab’ne kam heran,
den Kopf berührte sanft er mir,
nahm mich behutsam dann am Arm,
betrat mit mir den Sanghapark.

Aus Mitleid wohl der Meister da
das Fußtuch überreichte mir:
dies, widme Dich, ganz rein zu machen,
das eine Ende ist schon rein.

Als ich dies Wort von ihm gehört,
lebt’ ich mit seiner Weisung froh,
gab ganz mich dem Samadhi hin,
um zu erfassen höchsten Sinn.

Ich weiß nun, wo ich früher war,
das Himmelsauge ist geklärt,
drei Wissen sind von mir erlangt,
getan des Buddho Weisung ist.

Viel tausendmal hat sich das Selbst
gebaut, geformt der Panthako,—
saß in dem schönen Mangohain,
bis er die Todeszeit erkannt.

Da mir der Lehrer sandte zu
den Boten für die Todeszeit,—
und als die Zeit bekanntgemacht,
ging durch die Luft ich hin zu ihm.

Als ich verehrt des Lehrers Füße,
zu seiner Seite setzt’ ich mich,—
und wie er sitzend mich erkannt,
nahm mich der Lehrer bei sich auf!

„Das Opfer dieser ganzen Welt,
die Gaben nahm er alle an,
ist das Verdienstfeldaller Menschen,—
ihr nahmt sie an, die reiche Gabe.“