Udāna 5.2

Der Ordensältere Sona

Die Kurzlebige

So habe ich gehört: Einst weilte der Erhabene bei Sāvatthi im Jeta-Haine, im Klostergarten des Anāthapindika. Und als sich nun der ehrwürdige Ananda zur Abendzeit aus seiner sinnenden Ruhe erhoben hatte, begab er sich hin zum Erhabenen, begrüßte den Erhabenen ehrfurchtsvoll und setzte sich ihm zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun der ehrwürdige Ananda zum Erhabenen also: „Außerordentlich ist es, Herr, wunderbar, Herr, wie kurzlebig doch, Herr, die Mutter des Erhabenen gewesen ist! Als der Erhabene sieben Tage alt war, erfüllte die Mutter des Erhabenen ihre Zeit und gelangte in die Gemeinschaft der Tusita (-Götter).“ „So ist es, Ananda, (so ist es, Ananda,) kurzlebig, (Ananda) sind ja die Mütter der Bodhisattas. Wenn die Bodhisattas sieben Tage alt sind, erfüllen die Mütter der Bodhisattas ihre Zeit und gelangen in die Gemeinschaft der Tusita (-Götter).“

Da tat der Erhabene, nachdem er erkannt, was dies zu bedeuten hatte, bei jener Gelegenheit folgenden feierlichen Ausspruch:

„Alle, die waren, wie die, welche sein werden, müssen die Leiblichkeit ablegen und dahingehen. Der Rechtschaffene erkenne diesen ganzen Verfall und führe um so eifriger einen reinen Wandel.“