Udāna 6.9

Die Blindgeborenen

Die Motten

So habe ich gehört: Einst weilte der Erhabene bei Sāvatthi im Jeta-Haine, im Klostergarten des Anāthapindika. Damals aber saß der Erhabene in stockfinsterer Dunkelheit bei Nacht unter freiem Himmel, während Öllampen brannten. Zu der Zeit aber gerieten viele Motten, die an die Öllampen heranschwirrten und von allen Seiten hineinfielen, in großes Elend, in großes Mißgeschick, in großes Elend und Verderben. Es sah nun der Erhabene, wie die vielen Motten, die an die Öllampen heranschwirrten und von allen Seiten hineinfielen, in großes Elend, in großes Mißgeschick, in großes Elend und Verderben gerieten.

Da tat der Erhabene, nachdem er erkannt, was dies zu bedeuten hatte, bei jener Gelegenheit folgenden feierlichen Ausspruch:

„Sie eilen mit Ungestüm heran, zu dem Wesentlichen gelangen sie nicht; immer wieder erneuern und verstärken sie ihre Fessel. In die Flamme fallen sie wie die Motten; von dem, was sie sehen und hören, werden die einzelnen angezogen.“