Udāna 7.3

Das kleine

Die Lustgefesselten (1)

So habe ich gehört: Einst weilte der Erhabene bei Sāvatthi im Jeta-Haine, im Klostergarten des Anāthapindika. Damals aber waren die Menschen in Sāvatthi in der Mehrzahl unzeitgemäß den Sinnengenüssen ergeben, und von ihnen ergriffen, gierig und voll Verlangen, betört und an ihnen haftend gingen sie in den Sinnengenüssen auf und lebten so dahin.

Und viele Mönche kleideten sich zur Zeit des Vormittags an und gingen, mit Napf und Gewand versehen, nach Sāvatthi wegen Almosenspeise. Als sie in Sāvatthi betteln gegangen waren, begaben sie sich nach dem Mahle, vom Almosengange zurückgekehrt; hin zum Erhabenen, begrüßten den Erhabenen ehrfurchtsvoll und setzten sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprachen nun jene Mönche zum Erhabenen also: „Herr, hier in Sāvatthi sind die Menschen in der Mehrzahl unzeitgemäß den Sinnengenüssen ergeben und von ihnen ergriffen, gierig und voll Verlangen, betört und an ihnen haftend gehen sie in den Sinnengenüssen auf und leben so dahin.“

.Da tat der Erhabene, nachdem er erkannt, was dies zu bedeuten hatte, bei jener Gelegenheit folgenden feierlichen Ausspruch:

„An den Sinnengenüssen hängen sie, hängen fest in den Banden der Lust und sehen nicht, daß die Fessel zu meiden ist. Wahrlich, die in Fesseln und Banden schmachten, können die gewaltige, große Flut nicht überschreiten.“