Udāna 7.4

Das kleine

Die Lustgefesselten (2)

So habe ich gehört: Einst weilte der Erhabene bei Sāvatthi im Jeta-Haine, im Klostergarten des Anāthapindika. Damals aber waren die Menschen in Sāvatthi in der Mehrzahl unzeitgemäß den Sinnengenüssen ergeben, und von ihnen ergriffen, gierig und voll Verlangen, betört und an ihnen haftend gingen sie in den Sinnengenüssen auf und lebten so dahin.

Und der Erhabene kleidete sich zur Zeit des Vormittags an und ging, mit Napf und Gewand versehen, nach Sāvatthi wegen Almosenspeise. Es sah nun der Erhabene in Sāvatthi die Menschen, wie sie in der Mehrzahl unzeitgemäß den Sinnengenüssen ergeben waren, wie sie von ihnen ergriffen, gierig und voll Verlangen, betört und an ihnen haftend, in den Sinnengenüssen aufgingen und so dahinlebten.

Da tat der Erhabene, nachdem er erkannt, was dies zu bedeuten hatte, bei jener Gelegenheit folgenden feierlichen Ausspruch:

„Die in ihrer Lust blind, in einem Netz eingeschlossen, mit der Decke des ‚Durstes‘ bedeckt, von einem leichtfertigen Genossen gefangen genommen sind, gleichen Fischen in der Öffnung eines Trichternetzes; zu (neuer) Geburt und (neuem) Tode eilen sie, wie das milchtrinkende Kalb zu seiner Mutter.“